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Gaumenreise

Grüezi Zürich

Wie herrlich waren die paar Tage Ferien in Zürich. Zum einen aus sentimentalen Gründen, da ich vor 7 Jahren fast 2 Jahre lang eine sehr erfüllende Zeit mit all meinen internationalen Kollegen, dann Freunden hatte und zum anderen weil diese Stadt einfach wunderschön ist, der See, die Gässchen und kulinarisch natürlich auch.

Mein absolutes Lieblingsrestaurant war und ist immer noch von Anbeginn an das Isebähnli im Niederdorf. Herzlichere Begrüßung wie von dem Gastgeber Yücel bekommen wir nirgendwo, einen hübsch gedeckten Tisch in der ersten Frühlingssonne oder in dem urgemütlichen, tatsächlich an einen wunderschön zierlichen Bahnwaggon erinnernden, Innenraum.

Dieses Mal müssen wir uns auf ein köstliches Menü zum Mittag beschränken, obwohl wir am liebsten jeden Abend im Isebähnli versacken würden. Alle vier Gänge überzeugen durch feine und vielfältige Zutaten, an die wir immer noch gerne zurückdenken.

Angefangen mit roter Beete, Pistazie und Blauschimmelkäse in Limetten Grapefruit, Tahin und Honig über eine leichte Erbsensuppe mit Portulak Kraut. Als Hauptgang serviert uns Yücel, der mit Unterstützung vom Bruder Ersan und Schwester Ebru das Restaurant noch persönlicher macht, ein Zicklein mit Spargelrisotto. Obwohl ich einer Ziege eigentlich skeptisch gegenüber bin, vertrauen wir Yücels Empfehlungen komplett-zum Glück.

Nicht nur speisetechnisch ist das Isebähnli herausragend, auch die Weinkarte liest sich umfangreicher und beeindruckender als sonst irgendwo, mit seinem Weinkeller um die Ecke der Froschaugasse.

Wöchentlich wechselt das Menü in der Wystube Isebähnli, ein Zeichen dass wir eindeutig viel zu selten in Züri sind.

Wenn man, wie auch wir, nicht in den Luxus eines Babysitters kommt, ist auch der Pizzalieferservice Dieci nicht zu verschmähen. Hier schmeckt uns die Piccante Pizza immer noch besser als irgendwo in Hamburg, auch wenn wir den jetzt fehlenden Taleggio schmerzlich vermissen.

 

März 28, 2017
Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich und viel essen, überall auf der Welt, aber vor allem in meiner Heimatstadt Hamburg. Nicht nur die Küche ist mir wichtig, das große Ganze zählt mit Atmosphäre, Service und am liebsten außergewöhnlichen, berichtenswerten Erlebnissen. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
Trendspotter
Restaurant Maa' Deyo
Mit Christián Orellanus von der Cantina Popular und Philipp Zitterbart, früher im hæbel als Koch, haben sich zwei Gastro-Erfahrene zusammen getan. Alles ist und wird im Maa' Deyo selbst gemacht, angefangen bei den Tischen, die aus der ehemaligen Bühne des Thalia Theaters in der Gaußstrasse bestehen über das Einlegen jeglicher Produkte und das eigenhändige Spülen. Afrikanisch, karibisch und mittelamerikanisch vereinen die kleinen Gerichte. Wir teilen uns vorweg Maisbrot und -fladen, süß saure Rote Bete mit Labneh, sauer eingelegtes Gemüse, Zuckerschoten-Tomatensalat und Saubohnen-Karottensalat mit frittiertem Sauerkraut. Als Hauptgang nehmen wir alle zwei Teller. Die Rotgarnelen vom Holzkohlegrill passen hervorragend zu Labneh, Kichererbsenmus, Bohnenpüree, Koriander und den süßlichen Tomaten. Ebenso begeistert die wohlige Rinderroulade mit getrockneten Pflaumen, Süßkartoffelpüree und Ras El Hanout Karotten und auch das Ceviche sieht sehr gut aus. So rundet das Tiramisu mit eingelegtem Cachaça Keks, Rosmarin, Limette und Mango-Kokos-Melasse den herrlichen Abend ab und beschenkt Hamburg mit einem ganz wunderbaren neuen Restaurant.
In der Presse
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Mein bester Restaurantbesuch
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