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Mahl anders

Restaurant im Wohnzimmer

Was hatten wir für ein Glück, dass wir in dem weit im Voraus ausgebuchten „Restaurant im Wohnzimmer“ von Monika Fuchs, so spontan noch nachrücken durften.

In der schönen Isestraße kocht Frau Fuchs jeden Freitag für ungefähr 25 ihr völlig fremde Personen, und wir waren gestern zwei davon.

Aufgeteilt an zwei Tischen, auf Meißner Zwiebelmuster und kombiniert mit anderem in blau gehaltenen Geschirr werden die 5 überaus guten Gänge von Freunden der Enkel serviert, zwischen Stichen an der Wand und Biedermeier Stühlen.

Anfangen tun wir, heute italienisch, mit einer kleinen Bruschetta, mit Tomaten von dem direkt vor der Haustür gelegenen Isemarkt. Gefolgt von Ente mit Orangen und Scampi mit roter Beete, Rucola und Mango. Alles auf dem Tisch auf Platten und beruhigender Weise, genug für alle.

Der Hauptgang ist mein Favorit, liebe ich hauchdünnes Saltimbocca, vor allem wenn es von einer so guten Sauce begleitet wird. Passend dazu nehmen wir uns Nudeln und verschiedenes Gemüse.

Kurz vor dem Tiramisu kommt die herzliche und beeindruckende Gastgeberin wieder in unsere Mitte, um uns Gäste einander noch näher zu bringen. Reihum dürfen wir der Frage Antwort leisten, was wir gerne als Kind geworden wären, was wir geworden sind und in was wir im nächsten Leben Erfüllung suchen würden. Tatsächlich ein zu empfehlendes Kennenlern-Spiel, sieht man seinen Nebenmann als potentiellen leidenschaftlichen Gärtner mit anderen Augen als den jetzigen Unternehmensberater.

Auch Frau Fuchs können wir uns sowohl als Journalistin, Schlagzeugerin und Autorin von Groschenromanen unter dem Pseudonym Violetta van Born vorstellen, leicht dirigiert sie zwischen den Passionen ihrer Gäste hin und her.

Wein gibt es übrigens auch zur Genüge, abgerundet mit einem Schnaps unserer Wahl und einer Käseplatte.

Wie einer unser neu erworbenen Bekanntschaften schön sagte, alles im „Family Style“ und sehr persönlich gesehen und zu Hause fühlen wir uns auch. Um so netter, dass wir danach noch zu siebt für meinen ersten und letzten Mexikaner weiterziehen.

Reservierungen unter studiocatering@gmx.de

Juli 15, 2017
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Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich gerne essen, überall auf der Welt, aber vor allem in Hamburg. Nicht nur das Geschmackliche muss mich begeistern, auch die Atmosphäre sollte stimmen, da ich am liebsten alles noch fotografisch festhalte. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
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Trendspotter
drip BAR
Kein Lichtschein dringt von der „drip BAR“ nach außen, so dass wir tatsächlich erst einmal vorbeilaufen, bis wir den Klingelknopf finden. Welch' überraschende Freude schenkt die dunkle Gemütlichkeit, Bilder an grün-bläulicher Wand, geblümte Sessel und einen kreisender Ventilator über unseren Köpfen. Auch der Erläuterung des spannenden Konzepts lausche ich gerne, obwohl einer von uns gerügt wird, weil er voreilig in die märchenhafte Getränkekarte schauen möchte. 8 Stunden bis 3 Tage tropft die jeweilige Spirituose, ähnlich der Cold Brew Methode, durch verschiedene Infusions, z.B. Pfefferminz, Grapefruit, Kardamom, so dass die Getränke ganz eigenwillige, fein abgestimmte Geschmacksnuancen bekommen. Köstlichst der Lavendel Ton bei namensgleichem Mule, bestehend aus Wodka durch Lavendel getropft, Ginger Beet, Teapot Bitter und Limette. Ungleich stärker, nichtsdestotrotz genauso fein der Saffron Martini mit Wodka durch Safran gedript, Vermouth, Haselnuss Liquor und zartem Haselnuss Rand am Glas. Eine entzückende kleine Bar, in die wir sicherlich öfter wiederkehren werden.
In der Presse
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Mein letzter Restaurantbesuch
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27. April 2018
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