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Gaumenreise

Marv & Ben

Tage vorher sind wir zufällig an Marv & Ben vorbeigelaufen, durften uns schon umsehen und haben kurzerhand unsere Reservierung auf das Mark & Knochen genannte Restaurant geändert. Welch’ ein Glück!

Im ersten Stock und Wohnzimmeratmosphäre herrscht eine wohlige Gemütlichkeit, die die beiden Vorgänger, sehr sättigend zwar, nicht erschafft haben. Die getrockneten Blumen auf den Holztischen gefallen mir so gut, dass ich das unbedingt für zu Hause übernehmen möchte, der schwere Vorhang beruhigt. Hier übrigens wird jede Flasche Wein geöffnet, der Gast muss nur 1/5 des Preises zahlen, so dass wir den The Hess probieren, der mir wunderbar gefällt. Nur zu Hause schmeckt selbst der Wein wieder anders.

Ein rundes Sauerteigbrot spiegelt den Namen des Restaurants wieder, indem es halbgebacken mit Knochenmark bepinselt wird und dann zu Ende gebacken, knusprig knackig mit hausgemachter Butter in Buttermilch geschlagen.

Wir nehmen das Four Favorites Menü, doch tatsächlich wünsche ich mir später, wir hätten mehr als vier Gänge genommen.

Forelle, Rübe und Herzmuschel in Kokos-Buttermilch-Wasser machen den leichten Anfang. Gesalzen, geräuchert und getrocknete Topinambur und Liebstöckel folgt und wird bedeckt von Dänischem Käse, ein knackig frisches Spiel mit den Texturen. Das Lamm ist das beste Lamm meiner Kopenhagen Reise, zart und rosa mit wildem Knoblauch und Lauch und einer Sauce aus gerösteten Hühnchen, Aal und Stachelbeere. Dehydrierte und fermentierte rote Beete mit Erdbeersaft, frischem Rhabarber aus Dänemark, Kefir Schaum und Sauerampfer-Eis vereinen sich harmonisch im Mund.

Wir sind begeistert nach dem Abend und uns werden noch viele weitere Restaurants empfohlen, die ich hoffentlich bald bei meiner nächsten Kopenhagen Reise besuchen werde: Clou, Aoc, Alouette, Aamanns 1921, Pluto, Barr, Frank.

https://www.marvogben.dk

Juni 1, 2019
Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich und viel essen, überall auf der Welt, aber vor allem in meiner Heimatstadt Hamburg. Nicht nur die Küche ist mir wichtig, das große Ganze zählt mit Atmosphäre, Service und am liebsten außergewöhnlichen, berichtenswerten Erlebnissen. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
Trendspotter
Restaurant Maa' Deyo
Mit Christián Orellanus von der Cantina Popular und Philipp Zitterbart, früher im hæbel als Koch, haben sich zwei Gastro-Erfahrene zusammen getan. Alles ist und wird im Maa' Deyo selbst gemacht, angefangen bei den Tischen, die aus der ehemaligen Bühne des Thalia Theaters in der Gaußstrasse bestehen über das Einlegen jeglicher Produkte und das eigenhändige Spülen. Afrikanisch, karibisch und mittelamerikanisch vereinen die kleinen Gerichte. Wir teilen uns vorweg Maisbrot und -fladen, süß saure Rote Bete mit Labneh, sauer eingelegtes Gemüse, Zuckerschoten-Tomatensalat und Saubohnen-Karottensalat mit frittiertem Sauerkraut. Als Hauptgang nehmen wir alle zwei Teller. Die Rotgarnelen vom Holzkohlegrill passen hervorragend zu Labneh, Kichererbsenmus, Bohnenpüree, Koriander und den süßlichen Tomaten. Ebenso begeistert die wohlige Rinderroulade mit getrockneten Pflaumen, Süßkartoffelpüree und Ras El Hanout Karotten und auch das Ceviche sieht sehr gut aus. So rundet das Tiramisu mit eingelegtem Cachaça Keks, Rosmarin, Limette und Mango-Kokos-Melasse den herrlichen Abend ab und beschenkt Hamburg mit einem ganz wunderbaren neuen Restaurant.
In der Presse
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Mein bester Restaurantbesuch
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