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Gaumenreise

„Mad“ about Kopenhagen

Seit meinen beiden Besuchen dieses Jahr hat sich Kopenhagen zu einer meiner absoluten Lieblingsstädten entwickelt. Klein und überschaubar, bunt und fröhlich im Straßenbild. In welche Richtung wir auch gehen, ein begeistertes Staunen begleitet uns.

Ebenfalls zu erwähnen die auffallende Freundlichkeit, die uns überall entgegen weht, auch wenn ich mir nur kurz ein Restaurant, an dem wir vorbeilaufen, angucken möchte, werden wir oft so enthusiastisch begrüßt, dass wir kurzerhand unsere kulinarischen Pläne umwerfen.

Deshalb eine Übersicht, was ich mit ganzen Herzen empfehlen kann, denn gefühlt möchte ich jetzt monatlich in das bezaubernde Kopenhagen.

Frühstück

Warum vermisse ich so etwas in Hamburg? Ein unkompliziertes übersichtliches Frühstücksangebot mit hervorragenden Produkten in ebenso entspannter, zum Wohlfühlen einladender Atmosphäre.

Atelier September

Im Atelier September, einem ehemaligen Antikgeschäft fühlt man sich noch immer behutsam platziert an dem mittigen Holztisch oder der reduzierten weiteren Platzauswahl. Übergroße, krosse Croissants locken an die Theke, der Joghurt mit Granola und Zucchini-Marmelade überrascht positiv und das Avocadobrot ebenso. Mein Matcha Tee aus einem handgeformten Keramikbecher bezeugt die Gemütlichkeit, dass ich mich um so mehr freue, einen Ähnlichen in einem Geschäft um die Ecke erstehen zu können. Kopenhagen, zumindest beim Teetrinken für zu Hause.

The Corner 108

René Redzepi ist nicht nur in Kopenhagen ein Begriff, hier taucht er jedoch natürlich in jedem Gastronomie Gespräch auf.  Neben seinem 1-Stern prämierten 108, befindet sich The Corner zu einem schnellen Frühstück mit Sauerteigbrötchen, Joghurt und Granola oder abends auch als Weinbar.

Hart Bageri

Auch die Hart Bageri ist ein Konstrukt René Redzepis zusammen mit Richard Hart. Mühsam laufen wir durch den Regen und zweifeln mehrfach, ob sich die Strecke aufgrund einer Empfehlung dorthin lohnt. Ja, sie tut es! So sehr, dass wir tatsächlich alle weiteren Tage, erneut nach Frederiksberg fahren. Ein kross fluffiger Kardamom Bun, beste Haferkekse oder Und auch hier vermisse ich ein Pendant in Hamburg dazu. Vielleicht Zeit für Brot?

Kompa’9

Auch wenn ich es aufgrund von drei Tagen nicht geschafft habe, im Kompa’9 zu frühstücken, gefällt mir die lockere Atmosphäre, Helligkeit und zusammengesuchten Möbel sehr gut.

Mittags

Marchal

Im wunderschönen Hotel D’Angleterre befindet sich das 1-Michelin-Stern Restaurant Marchal. In klassisch feiner Hotelrestaurant Atmosphäre, Wintergarten ähnlich, mit bodenlangen Fenstern und einem atemberaubenden Blick auf den Kongens Nytorv und den farbenfrohen Nyhavn kocht Andreas Bagh.

Aufgrund von lange im Voraus geplanten abendlichen 3 Sternen, schaffen wir es leider nur zu einem Mittagessen, das eindeutig für ein abendliches Menü spricht. Sauerteigbrot mit gesalzener Butter und Zitronenbutter sowie mein gegrillter Hummer mit Tomaten, Erbsen und Safran Vinaigrette sind ebenso fein ausbalanciert wie die Seezunge mit gegrilltem grünen Spargel, Pistazien und Bärlauch Jus oder auch die kinderfreundlichen Tagliatelle Bolognese.

Gewohnt haben wir übrigens sehr luxuriös in diesem absolut perfektes 5-Sterne Hotel, mit toller Lage, Blick, Schwimmbad und Service. Wie im Märchen.

Hija de Sanchez

Nicht nur im Meatpacking District auch vor der Torvehallerne, der Markthalle Kopenhagens mit vielen schönen Ständen und Produkten, gibt es einen Hijja de Sanchez Stand. Mit drei verschiedenen Tacos verschlingen wir den Barbacoa Taco mit Pulled Beef, frischem Koriander und roten Zwiebeln. Da ich scharf liebe, kommen mir die zwei Saucen, Habanero und Jalapeñosehr zu gute.

Gasoline Grill

Seit unserem Besuch im Februar und unserem ersten Gasoline Burger kann vor allem mein Freund an keinen anderen Burger mehr denken. So außergewöhnlich gut, dass wir uns noch vor unserem Abendessen (ein Fehler, satt abends groß auszugehen) einen Cheeseburger mit frischen Zwiebeln, eingelegten Gurken und der hausgemachten Gasoline Sauce erlauben. Lange Wartezeit vor der Tür, da frischgemacht, inklusive, aber jede Minute wert.

Bæst

Alle schwärmen von der Pizza des Restaurants Bæst, 2017 machte sie den 7. Platz weltweit, als großer Pizza-Liebhaber also ein Muss für mich. Tatsächlich ist die Pizza mit eigens hergestellten Mozzarella und ewig ruhenden Teig sehr sehr gut, wenn man sie denn mal bekommt. Denn in den Steinofen passen nur zwei Pizzen auf einmal hinein, so dass sich das Bæst gedacht hat, gleich ein Konzept für die Wartezeit zu entwickeln:Sharing. So bekommt man immer nur eine Pizza nach der nächsten, d.h. wenn sie aufgegessen ist. Wir schütteln schon nach kurzer Zeit den Kopf, hungrig, wartend, so dass wir auf die Dritte aufgrund von stundenlanger Warterei und unruhigen Kindern leider verzichten müssen.

Restaurant Palægade

Typisch dänisches Smörrebröd gibt es in dem Restaurant Palægade, von allen Seiten nahegelegt. Kurz vor der Fahrt zur Fähre kehren wir für  das mir gut gefallene Smörrebröd mit Roastbeef, Röstzwiebeln, Meerrettich und Gurken ein.

Kunst

Nicht nur kulinarisch und optisch ist Kopenhagen jede Reise wert, auch kulturell sind wir erfüllt. Einen Katzensprung über den Kongens Nytorv befindet sich die Kunsthalle Charlottenburg, in der wir schon bei zwei Besuchen tolle Ausstellungen zur zeitgenössischer Kunst bewundern konnten. Dank der Größe auch mit Kindern ganz wunderbar zu meistern.

Kein Geheimnis ist weiterhin das beeindruckende Louisiana Museum, eine halbe Stunde von Kopenhagen entfernt. In einer Kombination von Moderne und traditionellen Gebäuden verbunden mit einem ebenfalls bespielten großartigen Garten durften wir uns unter anderem auf Betten liegend von Videokunst von Pipilotti Rist verzaubern lassen, mit dem Beschluss, bald wiederzukommen.

Mai 27, 2019
Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich und viel essen, überall auf der Welt, aber vor allem in meiner Heimatstadt Hamburg. Nicht nur die Küche ist mir wichtig, das große Ganze zählt mit Atmosphäre, Service und am liebsten außergewöhnlichen, berichtenswerten Erlebnissen. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
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Trendspotter
Restaurant Klinker
Seit dem ersten Pop-up in der ehemaligen Cook Up Gallery vor 1 ½ Jahren verfolge ich die Entwicklung der damals Tabula Rasa genannten Köche. Nun haben sich endlich Marianus von Hörsten kochend und Aaron Hasenpusch an der Bar mit ihrem ersten Restaurant namens Klinker, direkt neben dem Holi Kino niedergelassen. Tafelgrüne Wände, goldene Akzente und mit vielen Produkten von Marianus‘ Elternhof Wörme und einem engen Verhältnis zu Lieferanten stehen Herkunft und Qualität der Produkte an erster Stelle. Schon damals nach dem Credo „Glück ist zum Teilen da“ bestellen wir gemeinschaftlich. Abwechslungs- und facettenreich überrascht jedes Gericht, mit erfreulich eindeutigen Aromen, dem Credo „einfach miteinander essen“ sehr viel mehr als gerecht werdend.
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Mein bester Restaurantbesuch
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