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Gaumenreise

Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren

Wie sehr liebe ich es in alte Gefilde zurückzukehren, wie letztes Wochenende in meine Studienstadt Heidelberg. In den letzten 15 Jahren hat sich viel bei mir und in der malerischen Stadt getan, auch wenn ich damals eindeutig weniger essen gegangen bin. Deshalb jetzt ein paar Empfehlungen, die ich in den viel zu kurzen zwei Tagen ausfindig machen konnte.

Ganz besonders begeistert hat mich die komplette Märzgasse in der Altstadt, zwischen Hauptstraße und Plöck. Eins nach dem anderen gelegen, zeigen sich nebeneinander kleine individuelle kulinarische Konzepte.

Angefangen mit süßen Kleinigkeiten in der La Flamm Patisserie über das ansprechend aussehende Unter Freunden mit Pizza und Smoothies.

Und mein momentaner Favorit, dem Franz Soupmarine: Täglich wechselnde frische, vegetarische und vegane Suppen und Säfte in einem winzigen Raum, in dem man viel entdecken kann und sich gleich zu Hause fühlt. Direkt daneben wiederum befindet sich der zugehörige Gemüseladen „Günay’s Garten“, bei dem ich sicherlich oft einkaufen würde, würde ich noch immer in der Plöck wohnen.

Auch der gegenüberliegende Genussshop Amoroso bietet übrigens einige Delikatessen und sehr guten Kaffee.

Richtig Mittag gegessen haben wir in dem 120 Jahre alten Café Burkardt in der Unteren Straße. Ziemlich weit nach hinten zieht sich das Restaurant, zwar braun gehalten, passt es so aber wiederum zu der gemütlichen Urigkeit Heidelbergs. Und meine Ravioli in Salbeibutter mit Kirschtomaten, Egerlingen, Babyspinat und Parmesan waren ausgezeichnet.

Abends schwelgten wir in Erinnerungen an unser Studentenleben im immer noch beliebten Reichsapfel und kehrten selig in das gemütliche, traditionelle Hotel Weisser Bock zurück, auch zum Abendessen sehr zu empfehlen.

Was für ein erfüllendes Wochenende mit meinen liebsten Freundinnen.

Februar 20, 2018
  • 1
1 Comment
  • Tim Wünsche
    Mai 7, 2018

    man, man Franzi – Du kommst nach Heidelberg und sagst nicht Bescheid. Bäm, in my face…

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Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich und viel essen, überall auf der Welt, aber vor allem in meiner Heimatstadt Hamburg. Nicht nur die Küche ist mir wichtig, das große Ganze zählt mit Atmosphäre, Service und am liebsten außergewöhnlichen, berichtenswerten Erlebnissen. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
À la Karte
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Trendspotter
Simbiosa
In das ehemalige Brachmanns Galeron in St. Pauli, nun mit neuer Fassade, ist seit Anfang des Jahres das Simbiosa eingezogen, vegane und israelische Küche anbietend. Gemütlich, lebendig fühlen auch wir uns wohl und sehr verständnisvoll darf ich drei verschiedene Rotweine probieren, bis ich den Richtigen finde und unsere sechs Mezze folgen. Das Weißbrot dippt sich ganz wunderbar in Babaganoush von gegrillten Auberginen, in drei Stunden gekochten Tomaten namens Matboucha, in Sesampaste mit viel Zitrone, Lab'neh- israelisch gewürzter Frischkäse, in Linsenpastete mit süßer Kirschtomatenmarmelade und alles vermischt mit dem Tomaten-Quinoa-Salat. Pikant, würzig und süß harmonieren schön miteinander. Beide Hauptgänge teilen wir uns ebenfalls. Geschmorte Paprika in Tomatensoße mit in Kurkuma eingelegten Lima-Bohnen und Tahini sowie frittierte Aubergine auf Hummus mit Kurkuma-Bohnen, isrealischem Salat und pikanten Zhoug, kräftig im Geschmack, so dass diese vegane Küche nichts missen lässt.
In der Presse
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