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Klein und fein

Heimatjuwel

Sehr drei Jahren schon empfehle ich das Restaurant Heimatjuwel auf meinem Blog. In 2018 haben wir es versäumt, einen Abend bei Marcel Görke, zu verbringen, da es bei den Massen an Neueröffnungen, die ich besuche, kaum möglich ist, noch gut Vertrautes dazwischen zu schieben. Es ist also dringend eine Aktualisierung nötig, mit besseren Fotos und zur Erinnerung, warum ich damals so begeistert war. Noch gemütlicher ist es geworden, mit erwähnenswerten auffallend gutem und aufmerksamen Service.

Weiß gestrichene Nischen an den sonst grauen Wänden mit zarten Zeichnungen in dem übersichtlichen Raum mit zehn 2er-Tischen und der Ausnahme von dem für sich stehenden Tisch für größere Runden.

Passend zu meinem Wohlgefühl wird knackiges hausgebackenes Weizenbrot in einer Papiertüte mit Kürbiskern-Frischkäse gebracht. Weiterhin grüßt Görke selbst mit einer kräftigen Kalbsconsommé, die den Malzbier Macaron mit Tatar von der geräucherten Forelle, Hechtkaviar und Salzzitrone ergänzt. Rauchnote und verschiedene Texturen auf einem Haps.

Ich wähle vier Gänge und starte mit einem gebeizten Müritzer Saibling, Dillmayonnaise, einem Dill Dashi Sud und Krabbenchip, leicht und frisch und harmonisch spielen die Geschmacksnoten miteinander. Auch die Erbsensuppe meines Lieblingsbegleiters gefällt uns sehr, beiliegend ein Cracker auf einem wunderschönem Keramikuntersetzer mit Muster. Wohlig die darauffolgenden BBQ Kräuterseitlinge mit schwarzem Knoblauch, fetter Henne (ein Kraut, dessen Name ich nicht kannte) und Zwiebelbrühe.

Das Husumer Salzwiesenlamm wird begleitet von einer Aubergine, als Crème und etwas gummiartig gegrillt sowie wildem Brokkoli und Miso Hollandaise.

An meine Freude über jeden Nachtisch im Heimatjuwel kann ich mich noch gut erinnern, erneut bestätigt durch das jetzige Dessert, eine Ganache von Nougat, Lakritz-Biskuit, -Karamell und -Chip, Haselnusscrème und -staub mit der kühlen Frische des geeisten Sauerampfer Mousses. Vielfältiges, knusprig, weich, kalt, cremig vereinend.

Ganz wunderbar, dass Marcel Görke und das Heimatjuwel noch immer jeden Abend einen Besuch wert sind, und wir hoffentlich nicht erst in 2020 wiederkommen.

https://www.heimatjuwel.de

Mai 19, 2019
Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich und viel essen, überall auf der Welt, aber vor allem in meiner Heimatstadt Hamburg. Nicht nur die Küche ist mir wichtig, das große Ganze zählt mit Atmosphäre, Service und am liebsten außergewöhnlichen, berichtenswerten Erlebnissen. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
À la Karte
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Trendspotter
Restaurant Maa' Deyo
Mit Christián Orellanus von der Cantina Popular und Philipp Zitterbart, früher im hæbel als Koch, haben sich zwei Gastro-Erfahrene zusammen getan. Alles ist und wird im Maa' Deyo selbst gemacht, angefangen bei den Tischen, die aus der ehemaligen Bühne des Thalia Theaters in der Gaußstrasse bestehen über das Einlegen jeglicher Produkte und das eigenhändige Spülen. Afrikanisch, karibisch und mittelamerikanisch vereinen die kleinen Gerichte. Wir teilen uns vorweg Maisbrot und -fladen, süß saure Rote Bete mit Labneh, sauer eingelegtes Gemüse, Zuckerschoten-Tomatensalat und Saubohnen-Karottensalat mit frittiertem Sauerkraut. Als Hauptgang nehmen wir alle zwei Teller. Die Rotgarnelen vom Holzkohlegrill passen hervorragend zu Labneh, Kichererbsenmus, Bohnenpüree, Koriander und den süßlichen Tomaten. Ebenso begeistert die wohlige Rinderroulade mit getrockneten Pflaumen, Süßkartoffelpüree und Ras El Hanout Karotten und auch das Ceviche sieht sehr gut aus. So rundet das Tiramisu mit eingelegtem Cachaça Keks, Rosmarin, Limette und Mango-Kokos-Melasse den herrlichen Abend ab und beschenkt Hamburg mit einem ganz wunderbaren neuen Restaurant.
In der Presse
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Mein bester Restaurantbesuch
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