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Sternensammler

Restaurant Haerlin

Das Haerlin im Fairmont Vier Jahreszeiten Hamburg überzeugt nicht nur durch seine zwei Michelin-Sternen und die mit 19 Gault-Millau höchste Punktzahl Hamburgs und eines von den 10 besten deutschlandweit, sondern durch die spielerische Leichtigkeit, die den Abend zu einem Erlebnis ganz besonderer Art machen.

Schon der Blick auf die Binnenalster beeindruckt auch den Hamburger immer wieder, und der exzellente Service überrascht mit ungezwungener Fröhlichkeit.

Zu Anfang können wir wählen zwischen 4 oder 6 Gängen und auch Kombinationen beider sind möglich. Wir entscheiden uns für die 4-Gang Variante und enden schlussendlich bei 8 überaus exzellenten Gängen, inklusive Amuse Gueule und Petit Fours.

Für mich ist es ein neues Erlebnis der Sterneküche, denn tatsächlich ist alles ganz herausragend und doch nicht zu überkandidelt.

Wir fühlen uns als Gast sofort gut aufgehoben und begleitet, zum Beispiel als ein Brotwagen herumkommt, um uns aus verschiedenen Schubladen sechs unterschiedlichste selbstgebackene Brote anzubieten, verfeinert mit vier Salzvariationen.

Dies ist nicht der einzige überraschende Einfall, auch die kleinen Kärtchen, die vor jedem Gang aufgestellt werden, vergrößern, mit Titel und Zutatenliste, die Vorfreude und dürfen am Ende als Souvenir in einem kleinen Umschlag mitgenommen werden.

So stimmig schon das Drumherum, so besonders die kulinarischen Geschmacksmomente. Bei acht Gängen fällt es schwer, einzelne nicht zu nennen, waren sie alle so gut, dass man am liebsten regelmäßiger Gast im Haerlin wäre. Müsste ich mich entscheiden, würde ich die Gänseleber mit Champignons, Orange und Artischokensud oder Island-Kabeljau mit Haselnussmilch, Traube und Trüffel von meinen sorgsam aufbewahrten Kärtchen abschreiben, genauso würde ich aber auch jeden anderen Gang hervorheben wollen.

Mögliche Berührungsängste gegenüber der Sterneküche werden von Christoph Rüffer, im übrigen Koch des Jahres 2015 des Gault Millau, und Team komplett abgebaut und motivieren weitere prämierte Restaurants auszuprobieren.

Nicht zu Letzt würde auch der Chef’s Table mich sehr reizen, steht er nicht wie sonst inmitten des normalen Restaurantbetriebes, sondern ist im Haerlin in einem abgetrennten Bereich, um direkt hinter die Kulissen der zauberhaften Küche zu blicken.

http://www.restaurant-haerlin.de 

April 27, 2017
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Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich gerne essen, überall auf der Welt, aber vor allem in Hamburg. Nicht nur das Geschmackliche muss mich begeistern, auch die Atmosphäre sollte stimmen, da ich am liebsten alles noch fotografisch festhalte. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
À la Karte
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drip BAR
Kein Lichtschein dringt von der „drip BAR“ nach außen, so dass wir tatsächlich erst einmal vorbeilaufen, bis wir den Klingelknopf finden. Welch' überraschende Freude schenkt die dunkle Gemütlichkeit, Bilder an grün-bläulicher Wand, geblümte Sessel und einen kreisender Ventilator über unseren Köpfen. Auch der Erläuterung des spannenden Konzepts lausche ich gerne, obwohl einer von uns gerügt wird, weil er voreilig in die märchenhafte Getränkekarte schauen möchte. 8 Stunden bis 3 Tage tropft die jeweilige Spirituose, ähnlich der Cold Brew Methode, durch verschiedene Infusions, z.B. Pfefferminz, Grapefruit, Kardamom, so dass die Getränke ganz eigenwillige, fein abgestimmte Geschmacksnuancen bekommen. Köstlichst der Lavendel Ton bei namensgleichem Mule, bestehend aus Wodka durch Lavendel getropft, Ginger Beet, Teapot Bitter und Limette. Ungleich stärker, nichtsdestotrotz genauso fein der Saffron Martini mit Wodka durch Safran gedript, Vermouth, Haselnuss Liquor und zartem Haselnuss Rand am Glas. Eine entzückende kleine Bar, in die wir sicherlich öfter wiederkehren werden.
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27. April 2018
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