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Klein und fein

hæbel

Hamburg könnte gar nicht besser starten als in einem der besten Restaurants der Stadt. Als das kleine Restaurant Fabio Haebels noch Tarterie St. Pauli hieß, fühlte ich mich schon sehr wohl, in der persönlichen Atmosphäre mit außergewöhnlich gutem Essen.

Nun hat die Tarterie sich verwandelt in das Restaurant hæbel, mit skandinavischem ä, doch zum Glück ist von der herzlichen Persönlichkeit alles erhalten geblieben. So kocht Fabio und sein Team nicht nur mehr als köstlich, sondern serviert auch mit, nimmt Mäntel ab und mischt sich unter seine Gäste. Grün gewischte Wände, Marmortischchen und Bilder aus der benachbarten Affenfaust Galerie laden zum Wohnzimmergefühl ein. Die vorherige Nähe zu Küche und Köchen ist geblieben.

Ab jetzt gibt es ein monatlich wechselndes 5-Gänge-Menü aus der Nordic French Cuisine, an dem man zum bezaubernden Abschluss zwischen Käse und Dessert wählen kann. Und etwas anderes als diese 5 Gänge möchte man gar nicht. Denn schon der Beginn mit Brot und dem besten Dip überhaupt ist eine Freude, ebenbürtig begleitet von einer Artischocke mit Gurkenvinaigrette als Amuse Gueule. Gerade das leicht Verspielte gefällt mir immer.

Als ersten Gang beglücken uns bekannte Kartoffeln in Heu gegart mit Quark, gefolgt von einem ausgezeichneten Kabeljau in einer Sauce Vierge mit Kapern sowie Steinpilz-Ravioli mit Deichkäse und Kirschen, welche alles vorherige Köstliche noch einmal übersteigen. Auffällig fein im Geschmack ist diese Kombination.

Das danach gereichte Schwein passt gut zu der Aprikose und den Zwiebeln, womit wir schon bei Stachelbeere und Holundereis in Honigmilch angelangt sind und dem kräftigen Blauschimmelkäse. Sehr schnell hat sich unser Abendessen in einen selten erlebten Genuss entwickelt, an dem wirklich alles stimmt, sogar nach der Musik musste ich fragen.

Wir werden mit Sicherheit versuchen, monatlich das Vergnügen im hæbel zu wiederholen und in der Zwischenzeit uns an dem demnächst erscheinenden Buch „It’s Market Day“ von Fabio Haebel zu erfreuen.

www.fabiohaebel.de/restaurant

August 25, 2017
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Über mich
Hi, ich bin Franzi, und gehe leidenschaftlich gerne essen, überall auf der Welt, aber vor allem in Hamburg. Nicht nur das Geschmackliche muss mich begeistern, auch die Atmosphäre sollte stimmen, da ich am liebsten alles noch fotografisch festhalte. Hier findet Ihr meine liebsten Restaurants.
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Trendspotter
TORTUE
Am 21. Juni eröffnete das TORTUE (frz. Schildkröte) in der Stadthausbrücke, doch schon in der Soft Opening Phase lohnte sich ein Besuch. Auch die darum gesponnene Geschichte von zur Ruhe kommender Langsamkeit und Spaziergängen mit Schildkröten finde ich ganz bezaubernd. Gestern hatten wir das mittägliche Vergnügen in der brasserie, hübsch elegant, leicht und entspannt, mit Fliesen-Boden, unterschiedlicher Beleuchtung und mir irgendwie sehr sympathisch. Auch die Speisekarte gefällt mir so gut, dass ich mich kaum entscheiden kann. Mein Ceviche TORTUE startet hervorragend mit geflämmten Tranchen vom Fjordlachs, Nussbutter, Salzzitrone, Brunnenkresse und macht große Vorfreude auf den Loup de Mer von der Mittagskarte mit mediterranen Gemüse, schwarzen Oliven und Zitronen-Beurre Blanc. Zusätzlich zu der brasserie wird ein asiastisches Restaurant namens JIN GUI eröffnen, welches ebenfalls vielversprechend aussieht. Und bis Ende Juli bietet das Hotel eine „Bienvenue“ Rate für alle Zimmerkategorien zum Preis von 190 EUR für zwei Personen. Eine schöne Bereicherung für die Hamburger Innenstadt und die Restaurants sicherlich auch für abends sehr zu empfehlen.
In der Presse
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Mein letzter Restaurantbesuch
COOK UP culinary gallery
27. April 2018
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